Die Schatten von Summerville
Roman
Titel: Die Schatten von Summerville
Autor: Alexander Keating
Genre: Psychothriller, Horror
431 Seiten (Taschenbuch Ausgabe)
Veröffentlichung: 10/2026
Wem kannst du noch vertrauen? Deinem Mann? Deiner besten Freundin? Dir selbst?
Emma Foster lebt mit ihrem Mann Nate am Rand von Summerville. Eigentlich könnte alles perfekt sein – wäre da nicht ihr seltsamer Nachbar Mr. Stanton. Eines Tages trifft sie ihn am Gartenzaun und er sagt Dinge, die keinen Sinn zu ergeben scheinen, aber sich wie Splitter in ihrem Kopf festsetzen. Und als Nate am Abend fast beiläufig dieselben Worte wiederholt, beginnt sie zu zweifeln: an ihm, an der Welt und an sich selbst.
Sie fühlt sich zunehmend verfolgt und sieht Dinge, die nicht da sind. Doch je mehr sie versucht, die Kontrolle zu behalten, desto mehr gerät sie in einen Strudel aus Angst, Misstrauen und wachsender Paranoia. Bis sie am Ende zur unvermeidlichen Erkenntnis gelangt:
Vertraue niemandem – nicht einmal dir selbst.
Leseprobe (Kapitel 1)
Kapitel 1 – Willkommen in Summerville
Durch das offene Küchenfenster drang leises Vogelgezwitscher und der Duft von frisch gemähtem Gras lag in der Luft, gemischt mit etwas anderem. Auf dem Fensterbrett saß ein kleiner roter Vogel, der den Kopf schief legte, als würde er etwas beobachten: sie. Emma begegnete seinem Blick einen Moment lang. Dann lächelte sie und goss den Kaffee ein. Zwei Tassen, wie jeden Morgen.
Das Geräusch der Tropfen, die in die Porzellantasse fielen, klang fast zu laut in der Stille des Hauses. Und für einen Augenblick stand sie einfach nur da, den Blick auf die dunkle Oberfläche des Kaffees gerichtet. Wie schweigsam das Haus heute war. Selbst das Summen des Kühlschranks war nicht wahrzunehmen. Nur diese seltsame, watteweiche Stille. Dann legten sich warme Hände um ihre Taille.
»Guten Morgen, Mrs. Sunshine«, murmelte Nate leise gegen ihr Ohr, und Emma konnte nicht anders als zu lachen.
»Mrs. Sunshine? Ich bin mir ziemlich sicher, dass du mich mit jemandem verwechselst.« Sie drehte sich zu ihm um und gab ihm einen sanften Kuss. Ihr Blick blieb an seinen verträumten Augen hängen, und sie spürte, wie sich etwas in ihr entkrampfte. Diese kleinen, ruhigen Rituale gaben Emmas Tagen Struktur und das Gefühl, dass die Welt an diesem Morgen genau so war, wie sie sein sollte.
Sie stellten das Frühstück auf den Tisch – frischer Toast, Marmelade, ein kleines Schälchen mit Obst – und setzten sich in die warme Morgensonne, die bereits durch das Fenster auf den Esstisch fiel. Nate goss sich etwas Milch in den Kaffee, nahm einen Schluck und lächelte. »Du bist die einzige Frau, die ich kenne, die an ihrem ersten freien Tag um sieben Uhr morgens Kaffee kocht.«
»Ich muss mich wohl erst noch daran gewöhnen, dass ich Urlaub habe.«
»Das wird es wohl sein.« Er grinste und nahm einen weiteren Schluck. »Wäre natürlich zu schön gewesen, wenn wir mal zusammen frei gehabt hätten, aber selbst an einem Samstag lassen die mir im Büro keine Luft zum Atmen. Versicherungswahnsinn. Irgendjemand hat wohl beschlossen, sein Auto rückwärts in einem Swimmingpool zu parken.«
»Schon wieder?«, fragte Emma. »Das hattet ihr doch schon mal, oder?«
»Allerdings. Vielleicht ist das ja irgendein neuer Trend oder so etwas. Ich meine, andere Leute sammeln Briefmarken – meine Kunden sammeln Katastrophen.«
Emma musste laut lachen und Nate tat es ihr gleich.
»Aber weißt du, was ich heute Abend gleich als Erstes machen werde?«, fragte er mit vollem Mund.
»Wenn du jetzt ‚den Wasserhahn reparieren‘ sagst, werfe ich dich sofort raus.«
»Okay, dann sage ich es eben nicht.« Er hob die Hände. »Aber er tropft.«
»Der tropft schon seit drei Monaten.«
»Hey, ich sammle noch Motivation. Das ist ein Prozess.«
»Ja, ein sehr langsamer.«
Er grinste. »Ich bin eben ein Künstler.«
»Du bist Versicherungskaufmann.«»
»Oder, wie ich es nenne: ein Künstler der Schadensregulierung.«
Emma schüttelte den Kopf, aber ihr Lächeln verriet, wie sehr sie diese kleinen Neckereien mit Nate liebte. Er stopfte sich noch etwas vom Rührei in den Mund, während er auf seine Armbanduhr sah. »Oh, verdammt, ich muss los …«, nuschelte er, mit einem Hauch Bedauern in der Stimme. »aber heute Abend bin ich wieder ganz für dich da.«
Er wischte sich den Mund ab, sprang auf und schnappte sich seine Tasche. Emma begleitete ihn zur Tür, und als er in sein Auto stieg und davonfuhr, sah sie ihm nach, bis die Einfahrt leer war. Die Stille, die sich sofort wieder über das Haus legte, fühlte sich für einen Augenblick fast angenehm an. Doch es war dieselbe watteweiche Stille wie vorhin in der Küche. Emma sagte sich, dass es sich nur deshalb seltsam anfühlte, weil sie es einfach nicht mehr gewohnt war, allein zu sein. Weiter nichts.
Sie griff nach dem Schlüssel für den Briefkasten, der in der kleinen Keramikschale auf der Kommode lag. Sie holte die Post fast jeden Morgen um die gleiche Zeit aus dem Briefkasten, selbst wenn sie noch arbeiten musste. Es war eine Angewohnheit, die sie inzwischen liebte, obwohl sie selten etwas Spannendes erwartete.
Mit leichten Schritten trat sie hinaus in den Garten. Die Blüten der Rosen leuchteten im Morgenlicht, und die zarten Farben der Beete wirkten fast unwirklich schön in der klaren Morgenluft. Sie öffnete den Briefkasten, griff nach der Post, und hielt plötzlich inne.
Direkt neben ihren Füßen lag ein kleiner roter Vogel. Regungslos. Die Flügel seltsam verdreht, als wäre er aus großer Höhe gefallen. Seine Augen waren halb geöffnet, trocken und glanzlos, wie trübes, schwarzes Glas. War das der Vogel von heute Morgen? Ein kalter Stich fuhr ihr durch den Bauch. Sie beugte sich ein Stück vor, unsicher, ob sie ihn berühren sollte. Da knackte etwas hinter ihr.
»Ein schöner Morgen, nicht wahr?«
Emmas Herz machte einen Sprung, und sie fuhr erschrocken herum.
Mr. Stanton stand halb im Schatten seines großen, alten Ahornbaums, so still, als hätte er schon immer dort gestanden. Sein Gesicht war halb verborgen, und unter den Lichtflecken der Blätter wirkte es seltsam verzerrt. Seine Augen lagen im Schatten, und doch hatte Emma das Gefühl, dass er sie schon eine ganze Weile beobachtete.
»Oh … guten Morgen, Mr. Stanton. Ich habe Sie gar nicht bemerkt«, sagte Emma und zwang sich zu einem Lächeln.
»Das sehe ich«, sagte er, ohne sich zu bewegen. Sein Blick wanderte kurz zu ihren Füßen, zum toten Vogel, dann wieder zurück.
»Emma Foster …«
Sein Tonfall war merkwürdig, als würde er die Bedeutung ihres Namens auf der Zunge abwägen. »Heute ganz allein zu Hause? Dachte, Sie würden um diese Zeit längst arbeiten. Ziemlich ungewöhnlich …«
Emma überlegte kurz, woher er das wissen konnte. »Nein, eigentlich ist das überhaupt nicht ungewöhnlich. Ich habe zwei Wochen Urlaub und hole nur die Post, wie immer. Ich habe mir gesagt, Urlaub hin oder her, eine gewisse Routine ist manchmal ganz hilfreich«, antwortete sie, bemüht, beiläufig zu klingen. Sie strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr und warf einen kurzen Blick in Richtung ihres Hauses. Irgendetwas an diesem Gespräch fühlte sich seltsam und schwer an, als würde ein unsichtbares Gewicht zwischen ihnen in der Luft hängen.
Mr. Stanton trat einen Schritt vor und beugte sich über den weißen Gartenzaun, das Licht fiel nun vollständig auf sein eingefallenes, blasses Gesicht. Emma bemerkte die feinen Linien um seine Augen und die blassblaue Ader, die deutlich sichtbar über seine Schläfe verlief. Doch am merkwürdigsten war sein Blick. Er war kalt, beinahe stechend, doch auch von einem undeutbaren Glanz durchzogen, der sie frösteln ließ.
»Ja, Routine …«, murmelte er und nickte langsam, als hätte er einen geheimen Gedanken erfasst. »Manchmal tut es gut, in einem vertrauten Rhythmus zu bleiben, nicht wahr? Es hilft einem dabei, sich nicht selbst zu verlieren, wenn einem niemand mehr glaubt und man ganz allein ist … Ist es nicht so, Mrs. Foster?« Seine Augen funkelten, als würde er eine unausgesprochene Wahrheit vor ihr verbergen.
Emma konnte sich ein nervöses Lächeln nicht verkneifen. »Keine Ahnung … In so einer netten Gegend und in einer ruhigen Stadt wie Summerville, ist man wohl nie wirklich allein. Ich meine, hier kennt doch praktisch jeder jeden.«
Er betrachtete sie, als hätte sie etwas Naives gesagt, bevor er seine Hand ausstreckte und ein einzelnes, fast verwelktes Blütenblatt von einer Rose zupfte. »Sind Sie sich da wirklich so sicher, Mrs. Foster? Ich würde behaupten, gerade in einer Stadt wie dieser, weiß man selten, wem man trauen kann …« Er ließ das Blatt los, und es schwang leicht im Wind hin und her, wie die gleichmäßigen Schwünge eines Pendels, während es zu Boden fiel.
Emma räusperte sich, doch das Unbehagen in ihrer Magengrube wuchs. »Tja, ich muss dann auch langsam wieder», sagte sie, während sie einen halben Schritt rückwärts machte. »Es war … schön, mit Ihnen zu plaudern.«
Mr. Stanton rührte sich nicht. Im Gegenteil, er wirkte für einen Moment beinahe wie eingefroren, aber starrte sie weiter mit seinem stechenden Blick an, als wolle er etwas in ihrem Gesicht ablesen, von dem sie selbst nichts ahnte.
Dann lächelte er. Ein langsames, verschwommenes Lächeln. »Genießen Sie Ihre freien Tage, Mrs. Foster.» Er neigte den Kopf, eine kleine, höfliche, aber aufgesetzte Geste. »Wir sehen uns bestimmt schon sehr bald wieder«, sagte er mit einem Ton, der sich fast wie eine unterschwellige Drohung anhörte.
Rasch wandte sie sich ab. Sie spürte das Zittern in ihren Händen, zwang sich aber nicht zu rennen. Hinter sich hörte sie ihn nicht mehr, keine Schritte, kein Rascheln im Gras. Nur diese seltsame Stille, als wäre er schon längst nicht mehr da – oder es nie gewesen.
Als sie endlich die Haustür hinter sich schloss, lehnte sie sich mit dem Rücken dagegen. Der Garten, so wunderschön und warm er auch war, fühlte sich gerade an, wie ein Ort voller Kälte. Emma schüttelte die Gedanken ab, ging in die Küche und lenkte ihre Aufmerksamkeit auf das Kaffeegeschirr, das noch immer auf dem Küchentisch stand. Sie räumte es in die Spülmaschine, wischte den Tisch ab, und versuchte, das seltsame Gespräch mit Mr. Stanton zu verdrängen. Alles war wieder normal. Alles war wieder wie immer.
Das Telefon klingelte.
Hastig griff sie danach und war froh, eine vertraute Stimme zu hören. »Chloe, du bist meine Rettung!«, begrüßte sie ihre beste Freundin.
Chloe lachte. »Na, das wusste ich doch. Sorry, dass ich mich jetzt erst melde, aber ich musste mal wieder für Jenny einspringen. Sag mal, du hast nicht zufällig Lust, was zusammen zu unternehmen? Es gibt so viele Neuigkeiten, die ich dir erzählen muss!«
Emma spürte, wie sich ihre Anspannung löste. »Unbedingt. Und ich hätte da auch schon eine Idee. Morgen ist doch das Kirchenfest. Und ganz zufällig habe ich gerade zwei Wochen Urlaub. Hast du Zeit? Ich meine, Kuchenbasar und Sommerwetter, was will man mehr.«
»Spätestens bei Kuchen hattest du mich. Du weißt ja, wie sehr ich auf dieses Süßzeug stehe.« Man konnte das Grinsen in Chloes Stimme hören. »Aber bis morgen kann ich nicht warten. Was gibt’s denn bei dir Neues? Irgendwas Aufregendes passiert in Summerville? Irgendwas Neues von eurem komischen Nachbarn? Diesem Mr. … Mr. Stanton?« Chloe kicherte.
Emma zögerte.
Merkwürdig, dass Chloe ausgerechnet jetzt auf ihn zu sprechen kam. »Wie kommst du denn jetzt ausgerechnet auf Mr. Stanton?«, fragte sie und versuchte es leicht klingen zu lassen. »Ich hatte tatsächlich gerade eine Begegnung mit ihm, draußen im Garten. Und sie war … noch seltsamer als sonst«, gab sie zu und erzählte Chloe von ihrem Gespräch. Die Art, wie er über Routine und das Alleinsein gesprochen hatte und die fast unheimliche Weise, wie er sie ansah. Doch wie konnte Chloe von dieser Begegnung überhaupt wissen? Oder war es nur ein Zufall, dass sie sich ausgerechnet jetzt nach ihrem Nachbarn erkundigte?
»Dieser Mann ist wirklich unheimlich«, meinte Chloe ernst. »Aber hey, solange er dir nur ein bisschen Angst macht und nicht mehr, ist doch alles gut. Aber falls er anfängt, dir auf deinem Grundstück aufzulauern, rufst du mich sofort an, okay? Ich komme dann in Nullkommanichts mit meinem Pfefferspray vorbei.«
Emma musste lachen. »Du und dein Pfefferspray … Ich glaube, das wäre ein echter Schock für ihn. Aber ich behalte es auf jeden Fall im Hinterkopf.«
»Ja, das solltest du.«
»Okay, also sehen wir uns morgen?«
»Ja, um acht Uhr, zum Backen bei dir. Ich freue mich schon darauf.«
»Ich mich auch. Bis morgen, Chloe.«
Nach dem Telefonat beschloss Emma, sich den restlichen Tag ihrem Lieblingshobby zu widmen. Wenn sie das Haus schon für sich hatte, dann konnte sie das auch ausnutzen. Sie bereitete die Leinwand vor, suchte Pinsel und Farben zusammen und ließ ihre Gedanken langsam zur Ruhe kommen, während sie die ersten Linien auf das leere Weiß setzte.
Mit jedem Pinselstrich und jeder Farbe, die sie auf die Leinwand brachte, verblasste das Unbehagen ein Stück mehr. Ganz allmählich begann sich das Ergebnis abzuzeichnen. Ein Wald, eine Lichtung, schleierhafte Sonnenstrahlen, die zwischen den dichten Blättern hindurchschienen. Ein Ort, der fast unwirklich aussah, als käme er aus einem Traum. Sie arbeitete sich weiter durch die Details der Pflanzen, der Schatten und des sanften Lichts, das den Waldboden berührte, und die Stunden vergingen unbemerkt.
Erst als der Abend hereinbrach und das Tageslicht allmählich schwächer wurde, lehnte sie sich zurück. Die Farben waren noch feucht, aber es war fertig. Doch je länger sie das Bild ansah, desto mehr verschob sich etwas in ihrer Wahrnehmung. Mehr und mehr schien es ihr, als würden die Farben verblassen. Es war, als würde die Dunkelheit zwischen den Bäumen flimmern, und als wäre darin etwas verborgen, dass sie ansah. Nein, es war mehr als das … Es war, als würde Mr. Stantons eingefallenes Gesicht und sein stechender Blick sie aus ihrem eigenen Bild heraus anstarren. Doch noch bevor dieser Gedanke sich weiter in ihr verankern konnte, hörte sie das Auto. Die Tür. Schritte auf dem Kiesweg.
Emma legte den Pinsel beiseite. Sie stand auf, sah kurz nach dem Essen im Ofen, ging zur Haustür – und blieb stehen. Bevor sie die Tür ganz geöffnet hatte, hörte sie von draußen gedämpfte Stimmen. Nate stand in der Einfahrt. Neben ihm Mr. Stanton. Es regnete leicht, und die beiden schienen in ein Gespräch vertieft zu sein, das sie nicht hören konnte. Mr. Stanton sprach mit leiser, aber eindringlicher Stimme, während er Nate mit zusammengekniffenen Augen ansah. Selbst aus der Entfernung heraus spürte Emma eine seltsame Spannung in der Art, wie er redete, als gäbe er etwas besonders Wichtiges preis, etwas, das nur für Nate bestimmt war.
Dann bemerkte Nate sie.
Das Gespräch brach ab. Sein Lächeln kam sofort, und Emma sah, wie es kam, wie er es aufsetzte – eine Hundertstelsekunde zu spät.
»Hey, Schatz, ich bin gleich bei dir! Mr. Stanton wollte uns nur eine gute Nacht wünschen.« Er trat zurück und nickte dem Nachbarn freundlich zu.
Mr. Stanton wandte den Blick zu Emma, ein Blick, der sie frösteln ließ. Das Lächeln, das sich auf seinem Gesicht ausbreitete, war einen Tick zu breit, einen Tick zu vertraut. »Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht, Mrs. Foster«, sagte er leise. »Mögen Sie tief und fest schlafen in der Dunkelheit, die vor Ihnen liegt.«
Emma zwang sich zu einem höflichen Lächeln und nickte knapp. »Ähm, vielen Dank, Mr. Stanton. Gute Nacht.«
Sie schloss die Tür.
Nate war bereits auf dem Weg in die Küche. Die vertrauten Geräusche seiner Schritte, das Klappern seiner Schlüssel, die er in die Schale auf der Kommode warf, und das Rauschen des Ofens, als er die Klappe öffnete, um kurz hineinzusehen, waren wie ein stilles Versprechen, dass alles in Ordnung war. Emma atmete aus. Die Wärme des Hauses legte sich um sie, und das Unbehagen begann sich aufzulösen. Und doch verschwand es nicht ganz.
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